
NIGHT OF THE RISING STARS
Punktsieg über Darling Jimenez
Mit einem klaren Punktsieg über Darling Jimenez aus der New Yorker Bronx sicherte sich Olympia-Sieger Yuriorkis Gamboa bei seinem HBO-Debüt in Primm, Nevada den vakanten WBC International Titel im Super Federgewicht. Gamboa dominierte den Kampf und feuerte insgesamt 807 Schläge ab, von denen 271 Jimenez trafen, was man vor allem dem stark lädierten Gesicht des 28-jährigen Amerikaners ansehen konnte.
Jimenez schaffte es trotz der vielen Angriffe Gamboas nicht nur, auf den Beinen zu bleiben, sondern teilte immer wieder selber gefährlich aus und schickte den Kubaner in der vierten Runde sogar mit einer harten Rechten zu Boden. Am Ende hieß es auf den Punktzetteln trotzdem 99:91 und zwei Mal 97:92 für Gamboa.
ARENA-Boss Ahmet Öner: "Das war ein hartes Stück Arbeit - auch für mich in der ersten Reihe. Ich war mit Gamboa heute nicht wirklich zufrieden, er hat versucht, mit seinem Gegner zu spielen und war dabei zu arrogant. Aber das ist okay, er ist noch jung, man darf nicht vergessen, dass das gerade mal sein 10. Kampf war. Natürlich muss er noch Erfahrung sammeln und an seiner Defensive arbeiten. Ich denke, er hat heute eine Lektion gelernt, auf dem Weg zur WM war es auch sehr wichtig für ihn, die zehn Runden zu gehen."
Im zweiten Hauptkampf des Abends sicherte sich der Mexikaner Alfredo Angulo den WBO Intercontinental Titel im Halb Mittelgewicht durch einen T.ko.-Sieg in der fünften Runde über Richard Gutierrez
Angulo dominierte den Kampf von der ersten Runde an. Zu Beginn der 5. Runde traf Gutierrez seinen Gegner mit einem harten linken Haken, so dass Angulo kurz wackelte, dafür dann aber umso härter antwortete und Gutierrez mit harten Kombinationen durch den Ring trieb. Als Gutierrez verteidigungsunfähig wankte und förmlich stehend k.o. war, stoppte Referee Tony Weeks den Kampf nach 2:48 Minuten in der 5. Runde.
James Kirkland aus Austin, Texas knockte Eromosele Albert in der ersten Runde aus. Nach einer Links-Rechts-Kombination ging Albert schwer zu Boden, kam zwar noch einmal auf die Beine, wurde dann aber nach dem zweiten Niederschlag nach gerade mal 66 Sekunden von Ringrichter Joe Cortez aus dem Kampf genommen. Kirkland bleibt ungeschlagen und sichert sich den vakanten NABO-Titel im Halb Mittelgewicht.
Undercard:
4 Runden, Super Mittelgewicht
Dion Savage (1-0-0, 1 ko) aus Las Vegas besiegt den Profi-Debütanten Tim Taylor aus Salt Lake City durch t.k.o. in der erste Runde. Nach einer wilden Schlagserie nach 1:05 Minute ist Taylor verteidigungsunfähig und im wahrsten Sinne des Wortes stehend k.o., Abbruch durch den Ringrichter.
6 Runden, Bantamgewicht
Chris Avalos (3-0-0, 2 kos) aus San Diego knockt Alvaro Muro (4-8-0, 4 kos) aus Durango (Mexiko) in der ersten Runde aus. Der Ringrichter stoppt den ungleichen Kampf nach dem ersten Niederschlag nach 1 Minute und 36 Sekunden. T.k.o.-Sieger Avalos.
10 Runden, Leichtgewicht
Mickey Bey (10-0-0, 6 kos) aus Cleveland schlägt Wilson Alcorro (25-9-3, 17 kos) aus Miami einstimmig nach Punkten.
Bey dominierte den Kampf vom ersten Gong an und konnte sowohl mehr als auch härtere Treffer setzen. Der erfahrene Alcorro schaffte es aber, die vorzeitige Niederlage zu verhindern. Die Ringrichter werteten den einseitigen Kampf mit 100:90 und zwei mal 99:91 für Bey.
Primm, 17. Mai 2008

Heimspiel für Selcuk Aydin in Trabzon
Starker Solis begeistert türkische Fans mit krachendem K.O.
Trabzon feiert seinen Helden - Lokalmatador "Mini-Tyson" Selcuk Aydin sicherte sich vor 3.000 frenetischen Fans den WBC International Titel im Weltergewicht durch einen einstimmigen Punktsieg gegen den Südafrikaner Lucky Lewele. Selcuk dominierte den tollen Kampf über weite Strecken, aber Ex-Champ Lewele - er hatte den Gürtel im März 2007 in München Alpaslan Agüzüm abgenommen - hielt stark dagegen und blieb immer gefährlich. Am Ende gewann der "Wirbelsturm vom Schwarzen Meer" verdient mit 119:109, 118:109 und 118:110.
Promoter Ahmet Öner: "Das war eine ganz starke Leistung von Selcuk, ein toller Kampf. Vor heimischem Publikum so zu glänzen - das zeugt von Charakter. Kompliment auch an Lewele, der stark dagegen gehalten hat. Aber Selcuk hat bewiesen, dass er ein ganz Großer werden kann."
Für den ersten Höhepunkt des Abends hatte Olympia-Sieger Odlanier Solis gesorgt. Der dreimalige Amateur-Weltmeister überrollte seinen Gegner Mamuka Jikurashvili förmlich und brachte dem Georgier (vorher 20 Kämpfe, 20 Siege) die erste Niederlage bei. Mit einem schweren Körpertreffer schickte Solis seinen Gegner schon in der ersten Runde zu Boden. Nach zwei weiteren Niederschlägen (ebenfalls zum Körper) in Runde zwei zählte Ringrichter Arno Pokrandt den Georgier aus.
Öner: "Solis war viel aggressiver als in seinen letzten Kämpfen, einfach unwiderstehlich. Das war ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Wenn er so weitermacht, wird niemand ihn stoppen können."
Auch Mahir Oral, Atagün Yalcinkaya und Yakup Saglam feierten vorzeitige Siege. Orals Gegner Joel Mayo aus Chile wurde nach einem Schlaghagel in der 1. Runde angezählt und gab zu Beginn der 2. Runde auf.
Bantamgewichtler Yalcinkaya schickte Ravil Mukhamadiarov in zwei Runden gleich drei Mal zu Boden, siegte schließlich durch einen rechten Haken zum Kopf.
Und Saglam sicherte sich den Internationalen Deutschen Meistertitel (Interim) im Schwergewicht durch einen t.k.o.-Sieg über Sergei Babich. Saglam fügte seinem Gegner einen tiefen Cut am linken Auge zu, der diesen zur Aufgabe nach der 4. Runde zwang.
Konstantin Airich und Tino Groß siegten gegen Andreyi Oleyinik bzw. Tolagt Dosanov jeweils einstimmig nach Punkten.
Hamburg, 26. April 2008

Beyer is back!
Klarer Punktsieg über Murat Mahmudov
Ehrengast Roy Jones, jr.: "Markus hat mich beeindruckt!"
Nach 17-monatiger Ringpause ist Ex-Weltmeister Markus Beyer wieder da. In der Münchner Zenith-Kulturhalle besiegte der 36-Jährige vor 2.000 Zuschauern den Russen Murat Mahmudov klar nach Punkten. Alle drei Punktrichter werten den auf 8 Runden angesetzten Kampf mit 80:72 für Beyer.
Markus Beyer: "Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, habe vorsichtig geboxt, sehr auf die Deckung geachtet und bin auch nicht getroffen worden. Das war ein guter Neuanfang."
Ehrengast Roy Jones, jr., der auf Einladung von ARENA-Boss Ahmet Öner in der ersten Reihe saß und vom Münchner Publikum gefeiert wurde, war von der Vorstellung des Supermittelgewichtlers beeindruckt.
Jones, jr.: "Markus ist technisch sehr gut, hat schnelle Hände und sich sehr gut im Ring bewegt..."
Jetzt denkt der "beste Boxer der Welt" an ein Duell mit dem Deutschen.
Jones, jr.: "Ich bin mit Sicherheit nicht nur wegen meines Aussehens nach Deutschland gekommen, wir verhandeln."
ARENA-Boss Ahmet Öner: "Die Verhandlungen sind schon weit fortgeschritten. Ich hoffe, dass wir den Kampf in Deutschland auf die Beine stellen können. Mit diesem Duell machen wir jede Halle voll. Und auch sportlich ist das Duell wesentlich wertvoller als Kämpfe wie Michalczewski gegen Ottke oder Maske gegen Hill."
In welcher Gewichtsklasse werden die beiden aufeinandertreffen?
Roy Jones, jr.: "Das ist mir ganz egal, von Mittel- bis Schwergewicht habe ich alles geboxt, war ich Weltmeister."
Beyer: "Ich denke, wir treffen uns irgendwo zwischen Supermittel und Halbschwer. (lachend) Das Schwergewicht schaffe ich nicht ganz."
8. Sieg für Olympia-Sieger Solis
Schwergewichts-Olympiasieger Odlanier Solis hatte keine Mühe mit dem in Las Vegas lebenden Cisse Salif. "La Sombra" zeigte gegen den sehr erfahrenen und zähen Kämpfer aus Mali, der 2005 David Tua aus Samoa am Rande einer Niederlage hatte, eine der besten Leistungen seiner bisherigen Karriere, gewann alle acht Runden und siegte haushoch nach Punkten. Es war Solis achter Sieg im achten Profi-Kampf (fünf vorzeitig).
Roy Jones, jr. über Odlanier Solis: "Er ist ein herausragendes Talent mit sehr guten Bewegungen und vor allem wahsinnig schnellen Händen - wahrscheinlich schon heute den schnellsten im Schwergewicht. Solis wird seinen Weg machen, er wird mit Sicherheit Weltmeister. Ihm gehört die Zukunft in der Königsklasse."
1. Titelverteidigung für WBC Mediterranean Champion Sinan Samil Sam
Sinan Samil Sam verteidigte seinen WBC Mediterranean Champion-Titel mit einer eindrucksvollen Leistung gegen Ratko Draskovic aus Montenegro.
Ringrichter Daniel Van de Wiele brach den Kampf nach dem dritten Niederschlag in der zweiten Runde ab und erklärte den "Bullen vom Bosporus" zum Sieger durch t.k.o.
Selcuk Aydin wieder erfolgreich
Auch ARENA's "Mini-Tyson" konnte in München einen weiteren Sieg einfahren. Gegen den starken Usbeken Farkhad Bakirov (vor dem Kampf 24 Siege bei nur zwei Niederlagen und zwei Unentschieden) kam Selcuk Aydin über 8 Runden zu einem ungefährdeten Punktsieg. Weil Bakirov mit seiner großen Erfahrung immer wieder geschickt auswich, gelang es dem "Wirbelwind vom Schwarzen Meer" nicht, seinen Gegner wie gewohnt zu stellen und den vorzeitigen Sieg zu erzwingen.
ARENA-Boss Ahmet Öner: "Solche Kämpfe sind enorm wichtig für Selcuk. Er ist inzwischen schon auf einem so hohen Level angelangt, dass er starke Gegner braucht, nur das bringt ihn weiter. Mit seinem Sieg hat er bewiesen, dass er bereit ist für den Kampf um den WBC International Champion-Titel am 25. April in seiner Heimatstadt Trabzon."
Fazit von Ehrengast Roy Jones, jr. zur Show in München: "Es war ein hervorragender Kampfabend. Mich hat vor allem sehr beeindruckt, dass Ahmet Öner seinen jungen Boxern wirklich starke Gegner gegenüberstellt. Er lässt sie nicht gegen irgendwelche Pfeifen boxen, sondern stellt sie vor echte Prüfungen. Es gibt nicht viele Promoter auf der Welt, die das so machen, aber ich denke, es ist genau der richtige Weg, um Champions zu formen."
Die weiteren Ergebnisse aus München:
Cruisergewicht, 8 Runden
Armin Dollinger T.k.o.-Sieger über Kai Kurzawa in der 2. Runde
Schwergewicht, 8 RundenKonstantin Airich Unentschieden gegen Alex Mazikin
Schwergewicht, 4 Runden
Edmund Gerber einstimmiger Punktsieger über Ergin Solmaz
Weltergewicht, 6 Runden
Michael Schubov K.o-Sieger über Alexander Lykov in der 2. Runde


