18. 07. 2008

ESPN Friday Night Fights präsentiert Yuriorkis Gamboa LIVE aus Primm, Nevada

Teddy Atlas: "Er kann es mit den Besten der Welt aufnehmen!"

Nach Yuriorkis Gamboas spektakulärem Erstrunden-K.o. gegen Al Seeger am Freitagabend in Primm, Nevada, überbieten sich Fans und Experten mal wieder mit Lobeshymnen auf den kubanischen Olympiasieger. Schon vor dem Kampf war Gamboa von einem US-Journalisten als "Kronprinz" bezeichnet worden. Durch den beeindruckenden Auftritt gegen Seeger und vor allem den krachenden K.o., der in der US-Fernsehsendung Sportscentre zum "Play of the Day" gekürt und von ESPN in die Auswahl zum "Knockout des Jahres" aufgenommen wurde, hat der 26-Järhige bewiesen, dass er auf jeden Fall das Zeug zum König hat.

Den "Ritterschlag" bekam Gamboa von Box- und Kommentatoren-Legende Teddy Atlas, der in seiner Analyse des Kampfes für ESPN sagte, dass "El Ciclon de Guantanamo" aus seiner Sicht schon jetzt gut genug ist, um sich mit den Besten der Welt messen und gegen die absolute Weltspitze zu bestehen.

Atlas lobte nicht nur Gamboa, sondern auch Promoter Ahmet Öner dafür, dass er seinem Schützling immer wieder starke Gegner sucht, um ihn schnell nach ganz oben zu führen.

Atlas: "Gamboa ist kein grüner Junge mehr; auch wenn er erst 11 Profi-Kämpfe hat, darf man seine lange Amateur-Erfahrung nicht vergessen. Er hat sich auf Kuba, in der besten Amateur-Staffel der Welt, durchgesetzt, mehr als 250 Amateur-Kämpfe bestritten und ist nicht umsonst Olympia-Sieger geworden. Es ist genau richtig, ihn gegen starke Gegner zu stellen, alles andere bringt ihn nicht weiter."

Durch den Erfolg gegen Seeger ist Gamboa jetzt nicht nur lateinamerikanischer Meister der WBA, sondern auch NABO Champion. "Auch daran sieht man, wie speziell Gamboa ist", sagt Ahmet Öner. "Die Weltverbände streiten sich schon fast um ihn. Jeder will ihn bei sich als Weltmeister sehen, jeder will ihn als Aushängeschild, weil alle wissen, dass er das wahre Jahrhunderttalent und der kommende Superstar des Box-Sports ist. Vielleicht kommt die erste WM noch in diesem Jahr."

Hamburg, 20. Juli 2008


04. 07. 2008

Europameisterschaft im Schwergewicht - Sinan Samil Sam gegen Paolo Vidoz

Im Kampf um den vakanten Europameistertitel im Schwergewicht lieferten sich Lokalmatador Sinan Samil Sam und der Italiener Paolo Vidoz am Freitagabend in Ankara über 12 Runden eine Ringschlacht, an deren Ende ein Unentschieden stand, das für Gesprächs- und Diskussionsstoff sorgte. Über die volle Distanz war der "Bulle vom Bosporus" der aktivere Mann im Ring, während Vidoz im Rückwärtsgang mit seinem Jab Treffer setzen konnte.

Nach dem Schlussgong verkündete der Ringsprecher zum Entsetzen der 5.000 Zuschauer im Büyük Anadolu Hotel, dass zwei der drei Punktrichter den Kampf unentschieden werteten, während einer Sinan mit zwei Punkten vorne gesehen hatte.

ARENA-Boss Ahmet Öner: "Wie wir inzwischen erfahren haben, lag Sinan vor der Schlussrunde vorne. Dann hat einer der Punktrichter, der die 12. Runde ursprünglich unentschieden gewertet hatte, sein Urteil noch einmal verändert, nur um insgesamt auf ein Unentschieden zu kommen. Sinan hat die letzte Runde nie und nimmer verloren; ihm wurde der Sieg gestohlen. Es war zwar ein enger Kampf, aber Vidoz hat zu wenig gemacht, um auswärts zu gewinnen bzw. sich das Unentschieden zu verdienen. Das werden wir uns nicht bieten lassen, ich habe bei der EBU schon Einspruch gegen das Urteil eingelegt."
Bis über den Einspruch entschieden ist, bleibt der Europameister-Titel ebenso vakant wie der IBF Intercontinental-Titel, der ebenfalls auf dem Spiel stand.

Im zweiten Hauptkampf des Abends verteidigte Herbie Hide seinen WBC International Titel im Cruisergewicht durch einen einstimmigen Punktsieg gegen den "Albanischen Tyson" Nuri Seferi. Dabei ließ sich der "Dancing Destroyer" anfangs von seinem stark beginnenden Gegner überraschen. In der ersten Runde musste Herbie sogar zu Boden, dominierte den Kampf dann aber und gewann letztlich ungefährdet.

"Herbie ist definitiv der beste Mann, mit dem ich je im Ring stand", sagte Seferi nach dem Kampf. "Meiner Meinung nach wird es höchste Zeit, dass er einen Titelkampf bekommt. Leute wie Steve Cunningham oder Marco Huck, gegen den ich auch schon gekämpft habe, schlägt er mit seinem Tempo und seiner Erfahrung spielend."

Der kubanische Ex-Amateur-Weltmeister Erislandy Lara kam bei seinem Profi-Debüt zu einem überzeugenden Punktsieg über den bis dato ungeschlagenen Russen Ivan Maslov.

Für eins der Highlights des Abends sorgte wieder mal Bantamgewichtler Atagün Yalcinkaya. Der Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2004 fuhr durch ein tko in der 1. Runde gegen den Russen Vladislav Sagalarov seinen dritten vorzeitigen Sieg im dritten Profi-Kampf ein.

Auch Schwergewichtler Yakup Saglam (tko, 3. Runde über Alexander Subin aus der Ukraine) und Mittelgewichtler Mustafa Karagöllü (tko, 4. Runde über Andrei Tolstihs aus Lettland) kamen zu vorzeitigen Siegen.

ARENAs "Löwe" Mahir Oral ging mit dem zähen Letten Jurijs Boreiko zwar über die Runden, siegte aber ungefährdet nach Punkten.

Ex-Schwergewichtsweltmeister Henry Akinwande unterlag dem starken Tschechen Ondrej Pala in einem knappen Kampf nach Punkten.

Hamburg / Ankara, 4. Juli 2008


27. 06. 2008

ESPN Friday Night Fights in Miami

Yan Barthelemy Hauptkämpfer am 27. Juni im War Memorial Auditorium von Miami

Es sollte eigentlich der erste große gemeinsame Auftritt von ARENAs drei kubanischen Olympiasieger Odlanier Solis, Yuriorkis Gamboa und Yan Barthelemy werden. Weil zwei nicht können - Solis bekam kein US-Visum und Gamboas Kampf gegen die Nr. 2 der WBA-Weltrangliste Jose Rojas wurde noch mal verschoben -  freut sich der Dritte.

Yan Barthelemy wird durch die beiden Absagen zum ersten Mal Hauptkämmpfer bei den ESPN Friday Night Fights. Der Gegner steht zwar noch nicht fest, aber das stört den Super Bantamgewichtler nicht besonders.

"Es ist eine große Ehre, quasi über Nacht zum Hauptkämpfer zu werden", so Barthelemy. "Ich weiß, dass das meine ganz große Chance auf den Durchbruch bei den Profis ist, und ich werde diese Chance nutzen. Bisher habe ich viele Komplimente für mein technisch schönes Boxen bekommen, aber die Hauptaufmerksamkeit war bei Gamboa und Solis. Jetzt möchte ich der Welt zeigen, dass ich auch soektakulär siegen kann."

Insgesamt werden 7 Kämpfe auf dem Programm stehen. Die Show beginnt um 19:00 Uhr Ortszeit und wird von ESPN2 live in den USA ausgestrahlt.


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